Akupunktur

Akupunktur Ines Schulz TCM im Wendland

„Akupunktur (Lat.: acus = Nadel, pungere = stechen)

Die Akupunktur ist eine seit mehr als 2000 Jahren bewährte Methode.
Das chinesische Wort für Akupunktur besteht aus zwei Teilworten, die die Hauptanwendung der Akupunktur beschreiben, nämlich

• dem Einstechen der Nadel in die Akupunkturpunkte und
• dem Erwärmen (Moxibustion) der Punkte.

Die Akupunktur basiert auf der Annahme der Existenz von 361 Akupunkturpunkten, die auf den Meridianen angeordnet sind. Es gibt zwölf Hauptmeridiane, die jeweils spiegelverkehrt auf beiden Körperseiten paarig angelegt sind, acht Extrameridiane und eine Reihe von so genannten Extrapunkten. Durch das Einstechen der Nadeln wird der Fluss des Qi beeinflusst.

Grundlage für die Therapie ist nicht das Symptom-Krankheitsbild, sondern spezielle Diagnosen wie die Zungen- und Pulsdiagnostik.

Durchführung:
Eine Akupunktursitzung dauert ca. 20 bis 30 Minuten. Der Patient wird ruhig und entspannt gelagert, typischerweise liegend oder bequem sitzend. Vor dem Einstich einer Nadel wird die Stelle und die unmittelbare Umgebung leicht massiert. Während einer Sitzung werden immer so wenige Nadeln wie möglich gestochen.
Nach der Akupunktur sollte der Patient eine Zeit lang noch entspannt verharren.

Je älter die Erkrankung ist, desto länger / häufiger muss der Patient behandelt werden. Aus Erfahrung kann die Behandlungsdauer nach der 5.-6. Behandlung genauer eingeschätzt werden, da zu diesem Zeitpunkt die individuelle unterschiedliche Reaktionsbereitschaft deutlicher erkennbar ist. Eine komplette Therapie umfasst in der Regel 10 bis 15 solcher Sitzungen.

Nebenwirkung hat eine fachgerecht durchgeführte Behandlung nicht. Allerdings können sich die Symptome kurzfristig verstärken, da die Akupunktur die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert. Des weiteren sind Ausscheidungen über Haut, Urin und Stuhl möglich, da die Heilung von innen nach außen verläuft.

Die Patienten empfinden nach der Akupunktur größtenteils eine angenehme Entspannung, teilweise auch ein Schlafbedürfnis.

Die Weltgesundheitsorganisation gibt Indikationen für Akupunktur u.a. in folgenden Bereichen an:
• Erkrankungen des Atmungssystems (z.B. akute Nasennebenhöhlenentzündung)
• gastrointestinale Störungen (z.B. chronischen Magengeschwüren)
• Bronchialasthma
• neurologische Störungen (z.B. nach Schlaganfällen)
• Augenerkrankungen (z.B. zentrale Retinitis)
• muskuloskeletale Erkrankungen (z.B. Zervikobrachialsyndrom)
• Erkrankungen im Mundbereich (z.B. Schmerzen nach Extraktionen, Gingivitis).

Das Consensus Panel des National Institutes of Health (NIH) weist auf vielversprechende Ergebnisse hin, die auf eine Wirksamkeit in den folgenden Bereichen hindeuten:
• Übelkeit und Erbrechen nach einer Chemotherapie oder Operationen
• postoperative Zahnschmerzen
• Übelkeit, Ödeme und Ischialgien während der Schwangerschaft
• Geburtsvorbereitende Akupunktur

Bereiche in denen Akupunktur nach Meinung des NIH als ergänzende Behandlung sinnvoll sein könnten sind:
• Suchterkrankungen
• in der Rehabilitationstherapie nach einem Schlaganfall
• Kopfschmerzen
• Rückenschmerzen
• Regelbeschwerden
• Epicondylitis
• Fibromyalgie
• myofasziale Schmerzen
• Arthrose
• Karpaltunnelsyndrom
• Bronchialasthma
Quelle: Wikipedia, freie Enzyklopädie

Wer darf/sollte nicht akupunktiert werden?
Es gibt verschiedene Gruppen von Menschen, bei denen manche Ärzte von einer Akupunkturbehandlung abraten, zum Beispiel
• Menschen mit Erkrankungen der Haut (Ekzeme, Nesselsucht, Dermatitis etc. an den lokal betroffenen Stellen)
• Menschen mit bestimmten Nervenkrankheiten und Sensibilitätsstörungen der Haut (zum Beispiel Polyneuropathien mit eingeschränktem Schmerzempfinden an den lokal betroffenen Stellen)
• Menschen mit schweren psychischen Störungen (zum Beispiel Schizophrenie, Manie, Wahn)
• Epileptiker (wegen der Gefahr eines epileptischen Anfalls)
• Menschen mit schweren ansteckenden Krankheiten (beispielsweise Tuberkulose)
• Menschen mit bestimmten Tumorarten
• Menschen mit einem schlechten Allgemeinzustand
• Babys und kleine Kinder

Säuglinge und Kleinkinder können mit der japanischen Kinderakupunktur (Shônishin) behandelt werden. Diese Behandlungsform kommt ohne Nadeln aus, die Haut wird nicht verletzt. Die Akupunkturpunkte, Reflexzonen und Meridiane werden durch Druck, lineares Streichen und Klopfen stimuliert. Eine Meridianmassage kann ergänzend vorgenommen werden.
Quelle: Wikipedia, freie Enzyklopädie

Die Moxa-Therapie oder Moxibustion ist eine der Akupunktur sehr verwandte Form.
Die Moxibustion setzt ebenfalls an den Akupunkturpunkten an. Ziel ist es, regulatorisch auf den Energiefluss einzugreifen.
Mit Hilfe von Beifußzigarren oder -kegel werden die Akupunkturpunkte erwärmt. Die Verwendung von Beifuß stellt sicher, dass die Temperatur auf dem gewünschten Niveau bleibt. Diese heilsame und sehr angenehme Wärme stärkt den Organismus.

Bei der Moxibustion wird dem Körper Energie zugeführt. Dieses Verfahren wird zur Beseitigung eines Energiemangels bevorzugt.
Möglichkeiten der Anwendung
• Verbesserung der Gewebsdurchblutung
• Aktivierung des Gewebsstoffwechsels
• Stärkung der Körper- und Immunabwehr“

Die Kommentare sind geschlossen.